Max Liebschers'

FassadenSchmied.

Architektur ist gebaute Lebenszeit.

Hier entsteht der LieberStil™: Eine Überlegung zur Baukultur, die den Menschen durch messbare Parameter kognitiv entlastet, das Stadtbild heilt und ökologische Notwendigkeiten in ästhetische Qualitäten übersetzt.

Wohnbefinden durch evidenzbasierte Gestaltung.

Hier wird eine Baukultur entworfen, in der ökologische Anforderungen direkt in die Gestaltung einfließen, statt lediglich als technisches Beiwerk zu fungieren. Architektur ist ein Generationenprojekt. Gebäude werden als bewohnbare Skulpturen begriffen, die dem Stadtraum durch ihre plastische Tiefe eine klare Ordnung verleihen.

Das Paradoxon des menschlichen Lebensraums

FassadenSchmied™ ist im Kern ein Design- und Forschungsprojekt. Das finale Ziel ist ein fundierter architektonischer Kompromiss nach der systematischen Eruierung aller formalen Mittel, psychologischen Erkenntnisse und technologischen Experimente.

Es ist ein merkwürdiges Paradox unserer Zeit: Der Lebensraum von fast allen Tierarten wurde akribisch erkundet. Es wird – völlig zu Recht – ein riesiger Aufwand um Artenschutz betrieben, um natürliche Habitate und Behausungen zu erhalten. Doch beim Menschen verschlechtern sich die gebauten Lebensbedingungen oft zusehends. Und das trotz einer ubiquitär umgebenden Hochtechnologie. Die systematische Auseinandersetzung mit der Frage, wie dieser Trend durch gezielte Formgebung wirksam umgekehrt werden kann, findet bislang kaum statt.

Die Säulen des LieberStils

Evidenzbasierte Ästhetik

Eine gezielte Abkehr von strukturlosen Großflächen. Durch tektonische Elemente wie Gesimse und Erker wird eine für den Menschen fassbare Maßstäblichkeit geschaffen. Diese plastische Gliederung macht die Struktur eines Gebäudes für den Betrachter intuitiv lesbar und fördert das Wohlbefinden durch ein dynamisches Spiel von Licht und Schatten.

Resilienz & Intelligenz

Funktionale Antworten auf zeitgenössische Herausforderungen. Die Integration von Windtürmen (Badgire), Schattenmauern und thermischen Pufferzonen sichert die klimatische Zukunftsfähigkeit und den Wohnkomfort.

AnimalAidedDesign

Tierunterstütztes Entwerfen, auch WildLifeInclusiveDesign begreift Lebensraum für Tiere als integralen Bestandteil. Spezifische Lösungen wie Niststeine oder Fledermausgauben werden als gestalterische Elemente betrachtet und substanzschonend in die Gebäudetektonik eingewoben.

Projekthistorie & Roadmap

Von der ersten Forschungsskizze bis zu produktiven KI-Generatoren – eine Dekade architektonischer Lösungsfindung.

2007 – 2014

Fundament & Formensprache

Umfassende Recherchephase. Entwicklung erster Entwurfszeichnungen und Festigung der zugrundeliegenden Formensprache, die später den Kern des LieberStils bilden sollte.

2015

Digitale Rekonstruktion

Rekonstruktion von kriegsgeschädigten Kulturgütern und Tempelanlagen mittels Fotogrammetrie.

2016

Augmented History (Thesis)

Bachelor Thesis zur Konzeptentwicklung einer mobilen Anwendung für die virtuelle Einblendung von Kriegsverlusten auf dem Smartphone im realen Umgebungskontext.

Zum Projekt "Dresden Augmented History"
Augmented History Konzept
2019 – 2021

VR-Forschungsprojekt

Forschungsprojekt zu VR-Trainingsumgebungen zur Aufgabenlösung mit Architekturbezug in Zusammenarbeit mit dem NewWorkDesignLab an der FHD / DomicileVR.

Zum Forschungsprojekt (www.domicile-vr.de)
VR Forschungsumgebung 2019
2022

Forschungsdesign & Lernumgebungen

  • Entwicklung des Forschungsdesigns: Erfassung kognitiver Auswirkungen durch diverse architektonische Wohn-Umgebungen. (Eventuelle Veröffentlichung ab 2026)
  • Aufbau und Kuratierung eines eigenen Bildarchivs aus tausenden ausgewählten Fassaden. Aufbau des Fassaden-Bildarchivs
  • Entwicklung von verschiedenen immersiven Lernumgebungen in VR zur Erprobung der Effektivität von virtuellen Räumen bei der Unterstützung von Lernprozessen und Motivation bei Interaktion und Kommunikation am NewWorkDesignLab. Immersive VR Lernumgebungen
2023

Vorumfrage & 3D-Katalog

  • Entwicklung der ersten Umfrage 'Wohnbefinden' samt Methodik.
  • Durchführung der Vorumfrage zum 'Wohnbefinden'. Parallel erfolgte die Erstellung einer umfangreichen 3D-Modell-Sammlung von Bautypologien für die effiziente Iteration von Kubaturen (Eventuelle Veröffentlichung ab 2026).
    Ansicht der Vorumfrage (Google Forms)
    Ausschnitt aus den Ergebnissen: Methodik der Vorumfrage Likert Skala
2024

Konzeptentwicklung & Hausbesitzer-Befragung

  • Bedarfsanalyse unter Immobilieneigentümern zur Akzeptanz softwaregestützter Lösungen für eine ästhetisch, funktional und ökologisch aufwertende Architektur. Auszug aus den Ergebnissen: Ergebnisse Hausbesitzer Befragung
  • Evaluation technologischer Lösungswege – darunter Software-Prototypen, 3D-Druck und Fotogrammetrie – anhand ausgewählter, typologisch repräsentativer Referenzgebäude nach einer Zensus-Analyse zum Bedarf im Baubestand. Lösungsfindung 3D Druck und Fotogrammetrie
2025

KI-Workflow & Modell-Training

Systematisches Training architekturspezifischer Modelle anhand eines kuratierten Fassadenarchivs. Implementierung eines digitalen Workflows zur maßstabsgetreuen und tektonisch exakten Steuerung von Gebäudehüllen. Die Nutzung eigener KI-Modelle ermöglicht effiziente Iterationen, deren Ergebnisse nur noch minimale Nachbearbeitung für finale Visualisierungen erfordern.

Entwicklung des KI-Workflows
2026 / Live

Software-Prototypen & Generatoren

Entwicklung von softwaregestützten Generatoren für systematisierte Bautypologien. Diese Werkzeuge übersetzen klassische Typologien in regelbasierte Modelle und bilden so die exakte geometrische Grundlage, um Entwürfe mit bildgenerativen KIs effizient zu finalen Visualisierungen weiterzuentwickeln.

  • Fachwerk-Generator: Zu fachwerkgenerator.de
    Ein interaktiver Prototyp zur Erprobung parametrisch gesteuerter Formfindung und Gebäudestrukturen. Er dient der Evaluierung regelbasierter Gestaltung und demonstriert die systematische Konstruktion historischer Fachwerk-Tektonik.
    Screenshot des Fachwerk-Generators Vorlage zu KI-Rendering
  • LieberStil Prompt-Tool: Zum Prompt Tool
    Ein Werkzeug zur effizienten Erstellung präziser Steuerungsbefehle ('Prompts') und Eingabeparameter ('Weighting'). Es ermöglicht die gezielte Integration evidenzbasierter Bauelemente in KI-gestützte Entwurfsprozesse und gewährleistet, dass die Kernprinzipien des LieberStils (Tektonik, Wohnlichkeit, Witterungsschutz und Ökologie) bei der Bildgenerierung exakt abgerufen werden. Vorschau des LieberStil Prompt-Tools
In Entwicklung (Work in Progress)

Bestands-Optimierer für Wohnhäuser

„Der "FassadenSchmied Designer": Eine softwaregestützte Entwurfsumgebung zur systematischen Aufwertung von Einfamilienhäusern im baulichen Bestand – basierend auf den Prinzipien harmonischer Tektonik, Wohnqualität und Ökologie.

Prototyp EFH Bestands-Optimierer
In Entwicklung

LieberStil Designer & Reformbau Generator

Die Skalierung der evidenzbasierten Baukultur: Digitale Konzept-Generatoren für die Übertragung des LieberStils auf komplexe Wohnstrukturen wie urbane Großwohnbauten und zur architektonischen Aufwertung von Neuentwürfen und städtebaulichen Konzepten.

Geplant

Virtuelle Architekturentwürfe & Markttests

Entwicklung begehbarer virtueller Architekturmodelle, um die kognitive und ästhetische Wirkung der Entwürfe zu evaluieren. Parallel erfolgt die Markterprobung praxisnaher Software-Werkzeuge zur systematischen Bestandsaufwertung, gezielt ausgerichtet auf Makler und Sanierungsbetriebe.

Die Formfindung ist ein fortlaufender Prozess. Einblicke in aktuelle Forschungsskizzen, Prototypen und bauliche Visionen gibt es hier:

Instagram @fassadenschmied

Visionen & Stadtraum-Skulpturen

Freie Architekturentwürfe zur Demonstration der städtebaulichen Skalierbarkeit des LieberStils.

Neuentwurf der Dresdner Carolabrücke

Ein konzeptioneller Entwurf, der zwingende urbane Infrastruktur mit der tektonischen Lesbarkeit und Monumentalität der Dresdner Reformarchitektur vereint.

Neuentwurf Carolabrücke

GranVia 19

Fassadenstudie für die Gran Via 19 in Madrid. Anstelle der heutigen reizarmen Glasfläche legt sich ein skulptural durchformter Baukörper über die historische Gebäudestruktur. Ein Konzept, das den Stadtraum heilt und beweist, dass eine hohe bauliche Dichte und reiche, ornamentale Gliederung den historischen Kontext respektieren und aufwerten können.

Architekturentwurf GranVia 19

Fragen & Antworten

Wer steckt hinter dem FassadenSchmied? +

Das Projekt wird von Maximilian Liebscher betrieben. Es bündelt über 20 Jahre interdisziplinäre Erfahrung: Vom Aufbau eines internationalen Fassaden-Archivs (seit 2003) über Forschungsprojekte zu immersiven VR-Architekturumgebungen (TUD / FHD / NewWorkDesignLab) bis hin zur digitalen Fotogrammetrie. Der FassadenSchmied ist die logische Synthese aus tiefer bauhistorischer Recherche und modernster KI-Technologie.

Soll Architektur jetzt wieder wie im 19. Jahrhundert aussehen? +

Nein. Der LieberStil ist keine historisierende Kulissenarchitektur. Es werden bewährte historische Ankerpunkte analysiert, diese jedoch systematisch für künftige Herausforderungen (Klimaresilienz, Aufenthaltsqualität) adaptiert. Es geht nicht um den Bau von Freilichtmuseen, sondern um eine Baukultur, die nachweislich zur kognitiven Entlastung im städtischen Raum beiträgt.

Warum sollten sachliche, moderne Strukturen verkleidet werden? +

Studien zur Umweltpsychologie deuten darauf hin, dass absolute Reizarmut und weite, strukturlose Flächen das menschliche Auge ermüden. Ornament wird jedoch nicht flächendeckend als Verkleidung aufgetragen. Gesimse, Erker und strukturierter Putz dienen vielmehr als "intendierte Lichtformung" – sie gliedern den Baukörper, brechen harte Kanten und geben der Fassade die nötige Tiefe.

Ist eine solche Architektur nicht viel zu teuer im Vergleich zur Systembauweise? +

Lebenszyklus-Analysen belegen zunehmend, dass der vermeintliche Kostenvorteil vieler Systembauweisen (wie hochkomplexe Dämmfassaden) durch Reparaturunfähigkeit und hohen Wartungsaufwand aufgewogen wird. Der Fokus des LieberStils liegt auf Alterungsfähigkeit. Massive Bauweisen mit tektonischer Logik können über Generationen Bestand haben und mildern den Ressourcenverbrauch durch Langlebigkeit ab.

Tiere direkt an der Fassade (AnimalAidedDesign) – beschädigt das nicht die Bausubstanz? +

Dies ist eine häufige Befürchtung, die durch moderne Integration gelöst wird. Wildlife Inclusive Design bedeutet nicht das nachträgliche Anbringen von Fremdkörpern. Niststeine für Mauersegler oder Fledermausgauben werden architektonisch so in die Tektonik und Entwässerungsebene der Fassade integriert, dass weder die Isolation beschädigt wird noch Verschmutzungen an der Sichtfläche entstehen.

Was genau ist unter "kognitiver Ergonomie" in der Architektur zu verstehen? +

Das menschliche Auge sucht evolutionär bedingt nach Strukturen, Rhythmen und Fraktalen, wie sie in natürlichen Umgebungen vorkommen. Forschungsergebnisse zeigen, dass stark reduzierte, rein orthogonale Großflächen das Gehirn zur Reizsuche zwingen und Stressparameter erhöhen können. Kognitive Ergonomie strebt an, durch strukturierte Oberflächen und erkennbare Maßstäblichkeit das Unterbewusstsein im städtischen Raum zu entlasten.

Ich besitze ein älteres Haus, das optisch aus der Zeit gefallen ist. Können die Tools da helfen? +

Absolut. Der bauliche Bestand wird hierbei als wertvoller Rohstoff für Aufwertung und Pflege betrachtet. Der in Entwicklung befindliche FassadenSchmied Designer für Einfamilienhäuser zielt exakt darauf ab, durch ruhige und bewährte Gliederungsprinzipien bestehenden Strukturen neue architektonische Qualität und Langlebigkeit zu verleihen.

Wie genau greift KI in den Entwurfsprozess ein? +

Der Workflow nutzt maßgeschneiderte KI-Modelle, die mit einem umfangreichen, spezialisierten Bildarchiv trainiert wurden. Nach einer initialen Bestandsaufnahme erfolgt eine KI-gestützte Segmentierung der architektonischen Elemente. Dies ermöglicht den Generatoren, eine exakt steuerbare und maßstabsgerechte Anpassung der Fassade bei gleichbleibender Gebäudekubatur vorzuschlagen.

Ist das Ganze nicht primär eine theoretische Utopie? +

Nein. FassadenSchmied versteht sich als anwendungsorientiertes Forschungsprojekt. Die Konzepte werden simuliert, in VR-Umgebungen evaluiert und durch Nutzerdaten validiert. Ziel ist die Schaffung eines skalierbaren Kompromisses, der technologische Machbarkeit, handwerkliche Logik und umweltpsychologische Erkenntnisse der Gegenwart praktisch vereint.

Wir haben Smart Homes und modernste Bautechnik. Geht es uns im Wohnungsbau nicht objektiv besser? +

Umweltpsychologisches Feedback weist darauf hin: Technologische Bequemlichkeit ist nicht zwingend mit psychologischem Wohlbefinden gleichzusetzen. Eine automatisierte Gebäudesteuerung kompensiert nicht die Auswirkungen einer reizarmen oder abweisenden Umgebung im Straßenbild. Der Fokus liegt darauf, die evolutionären Bedürfnisse an einen Raum wieder in den Mittelpunkt der Gestaltung zu rücken.

Lust auf eine Zusammenarbeit?

Projektanfragen oder Kooperationen.

info@fassadenschmied.de
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